Marcel Marceau: Libération – Widerstand

Sprache und Kultur
Rogelio A. Galaviz: Marcel Marceau (flickr)

Marcel Marceau (* 22. März 1923 in Straßburg, Frankreich; † 22. September 2007 in Cahors, eigentlich Marcel Mangel) war ein französischer Pantomime. Dem Publikum war er als „Bip“ vertraut, der tragikomische Clown im Ringelhemd mit dem weiß geschminkten Gesicht, dem zerbeulten Seidenhut und der roten Blume.
Bei Kriegsausbruch 1940 musste seine Familie fliehen. 1942 schloss sich Marcel gemeinsam mit seinem Bruder Simon (Alain) in Limoges einer Gruppe der französischen Widerstandsbewegung an, welche später Teil der Widerstandsorganisation Francs-tireurs et partisans (FTP) wurde. Hier hatte er Pässe zu fälschen. Auch für sich selbst fertigte er einen Ausweis auf den neutralen Namen Marceau an und behielt ihn nach dem Krieg zur Erinnerung bei. Ab 1943 half er drei Mal, jüdische Kinder in die Schweiz zu schmuggeln. Später kämpfte er als Angehöriger der französischen Armee gegen die deutschen Besatzer. Wegen seiner guten Englischkenntnisse war er Verbindungsoffizier zur 3. US Army unter General George S. Patton. Sein Vater Charles wurde im Februar 1944 von der Polizei des Vichy-Regimes in Limoges verhaftet, über Drancy nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. (aus Wikipedia)

Kriegsdrama „Résistance“, Frankreich/USA/Deutschland/Großbritannien 2020.
Regie: Jonathan Jakubowicz.

Lichtspiel/Odeon, Bundesweiter Filmstart ist 5.11.2020

Filmszene aus Libération – Widerstand

Marcel Marceau (Jesse Eisenberg) kommt 1923 in Frankreich als Sohn jüdischer Eltern zur Welt. Als Nazideutschland seiner Heimat den Krieg erklärt, flieht er mit seiner Familie, doch sein Vater wird nach Auschwitz deportiert, worauf der junge Mann sich mehr oder weniger allein durchschlagen muss. Marcel schließt sich zusammen mit seinem Bruder Alain dem Widerstand an und nutzt sein Talent als Pantomime bald, um versteckte jüdische Waisenkinder zu beruhigen und abzulenken, bevor sie außer Landes geschafft werden können. In den dunklen Stunden des Zweiten Weltkriegs versucht er den Mädchen und Jungen das Lachen zurückzugeben. (moviepilot.de)

Aktuelle Filmkritiken | Wikipedia-Eintrag

Dokumentationen zu Marcel Marceau

 

Regie: Jonathan Jakubowicz
Darsteller: Jesse Eisenberg; Matthias Schweighöfer; Ed Harris; Clémens Poésy
Drehbuch: Jonathan Jakubowicz
Kamera: Miguel Littin-Menz
Schnitt: Alexander Berner; Jonathan Jakubowicz
Musik: Angelo Milli
Länge: 122 Minuten
Kinostart: 05.11.2020

Französische Dokumentation von 1984 zu Marcel Marceau:

Offline lesen:

Kommentar verfassen