Bartholomäusnacht – ein Requiem (Erlangen)

Sprache und Kultur

Bartholomäusnacht – ein Requiem (UA)

von Thomas Krupa

Paris 1572: Um die Konfessionen zu versöhnen, wird die Schwester des Königs, genannt Margot, mit dem Hugenottenführer Henri von Navarra verheiratet. Doch die Machtkämpfe, Rachemanöver und Bürgerkriegsgräuel der letzten Jahrzehnte bilden eine explosive Gemengelage. Die Spannungen entladen sich in einem erschütternden Pogrom an Tausenden von Hugenotten, die zur Hochzeitsfeier in die Hauptstadt geströmt sind. Ein heutiger Blick auf historische Figuren, Texte aus 500 Jahren, Vokalklänge des Erlanger CoroCantiamo und 360°-Videos verwandeln den Theaterraum in die Kathedrale von Notre Dame.

Wohin führen die Erosionen demokratischen Bewusstseins? Die global zunehmende gesellschaftliche Spaltung ist für den Regisseur Thomas Krupa das zentrale Thema unserer Zeit. In Bartholomäusnacht – ein Requiem setzt er diese Polarisierung mit dem zerrissenen Frankreich von 1572 in Beziehung.

Regie & Bühne … Thomas Krupa
Musikalische Leitung … Hannes Strobl
Kostüme … Monika Gora
Video … Stefano di Buduo
Chorleitung … Marco Schneider
Dramaturgie … Linda Best

CoroCantiamo Erlangen – Vokalensemble für Alte Musik

Spielort

Markgrafentheater

Premiere: 11.09.20

https://www.theater-erlangen.de/de/spielzeit-20-21/stuecke-projekte/bartholomaeusnacht

 

Besetzung

Caterina de‘ Medici
Elke Wollmann

Charles IX, ihr Sohn, König von Frankreich
Ralph Jung

Herzog von Anjou, ihr Sohn
Helmut Zhuber

Margot, ihre Tochter
Lisa Fedkenheuer

Jeanne d’Albret
Alissa Snagowski

Henri von Navarra, ihr Sohn
Charles P. Campbell

Cathérine, ihre Tochter
Janina Zschernig

Admiral Coligny, Anführer der Hugenotten
Hermann Große-Berg

Herzog De Guise, Anführer der Katholischen Liga
Leon Amadeus Singer

Special Guest (als Stimme)
David Moss

Ill.: Paris während der Bartholomäusnacht, zeitgenössisches Gemälde von François Dubois: Le massacre de la Saint-Barthélemy

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